Endspurt

Hallo Welt,

nachdem ich in den Osterferien so richtig entspannen konnte und mich bei 22 Grad in der sonne habe bräunen lassen, stehe ich jetzt mitten im letzten Trimester und in sieben kurzen Wochen liegen noch elf lange Klassenarbeiten vor mir. Ja, ihr habt richtig gelesen, sieben Wochen Schule, denn in der letzten Schulwoche werde ich mit meiner Klasse nach Portugal fahren, sozusagen als Abschiedsreise! Am 19. Juni kommt dann auch schon Mama und ich werde meine letzte Woche hier mit ihr gemeinsam verbringen. Das Beste Ereignis, das mir dann noch bevor steht, ist meine Abschlussfeier mit Diplom und allem drum und dran. Es freut mich riesig, dass Mama dabei sein wird, aber dies wird mein letzter Tag hier sein und ich sehe dem Ende des Aufenthalts mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Einerseits freue ich mich sehr darauf meine Familie und Freunde wiederzusehen, andererseits habe ich mich so sehr an die entspannte, spanische Lebensweise gewöhnt, dass es mir sicherlich schwerfallen wird, zurückzukehren in mein „anderes Leben“. Hier ist vieles anders für mich geworden. Ich lebe mit meiner Mutter und ihrer Tochter zusammen, die für mich wie die immer gewünschte Schwester geworden ist, habe hier ein Haus und einen Hund und das typische Dorfleben „jeder kennt jeden“, das mir sehr gut gefällt. In Hamburg werde ich wieder in das typische Großstadtleben reinkommen, das mir eigentlich gar nicht gefällt.

Wie gesagt, das Ende hat gute und schlechte Seiten und welche der beiden überwiegt, kann ich euch erst am 27.06.15 sagen. In meinem Abschlussbericht werde ich berichten, wie das Abschiednehmen von meinem „neuen Leben“ gelaufen ist.

Bis dahin alles Gute

 

Lena

Kleiner Hinweis:

Im Dezember habe ich einen Beitrag über die Vorweihnachtszeit in Spanien geschrieben, den ihr unter dem folgenden Link findet:

http://blog.intrax.de/schueleraustausch-spanien-weihnachten-mit-krippen-mandeln-und-plastikbaeumen/#more-1763

Viele Feierlichkeiten

 

Hallo Welt,

in letzter Zeit gab es für mich viele Feierlichkeiten mit meiner Gastfamilie und heute möchte ich euch erzählen, wie ich die Festtage weit von zu Hause entfernt verbracht habe.

Vor Weihnachten habe ich ja schon von einigen Weihnachtsbräuchen berichtet, aber einen hatte ich dabei glaube ich nicht erwähnt: Sehr viel essen. Eine spanische Familie legt sehr viel wert auf gutes Weihnachtsessen und gibt dafür auch gerne mal uber 100€ aus, während wir in Deutschland, oder jedenfalls in meiner Familie, mit Kartoffelsalat und Würstchen sehr zufrieden sind. Hier hingegen gab es an Heiligabend als Vorspeise Teller mit verschiedenen Meeresfrüchten wie Krebsen, Gambas und Tintenfisch, aber auch einbe große Schüssel mit Schnecken und ich war eigentlich nachdem ich von allem was probiert hatte schon satt. Als Hauptgang gab es dann aber noch einen großen Braten und nach dem Essen wurde eine Platte mit verschiedenen Turrón sorten und Polvorons auf den Tisch gestellt, von denen aber kaum einer noch essen konnte. Am 25. gab es ein ganzes Lamm zum Mittagessen und vorher, wie sollte es anders sein, wieder viele Meeresfrüchte. Die Geschenke von meiner Familie aus Deutschland durfte ich am 24. abends schon auspacken, die von meiner Gastfamilie jedoch erst am 05.01., als die heiligen drei Könige sie gebracht haben. Vor dem drei königs Tag kam ja aber noch Silvester. Auch am Silvesterabend gab es wieder Meeresfrüchte als Vorspeise und danach für jeden ein gefülltes Küken. Um Mitternacht, beziehungsweise in den zwölf letzten Sekunden vor Mitternacht, wurde jede Sekunde eine Weintraube gegessen und wenn man sich dabei nicht genug konzentriert, kann es schon mal passieren, dass man sich am Ende mit vollem Mund nur ein „hohes heues hahr“ wünschen kann, weil man nichts besseres zu Stande bekommt. Dann kommt auch schon der Tag der heiligen drei Könige, wo am Abend vorher die Geschenke gebracht werden und eigentlich am nächsten morgen ausgepackt werden dürfen, aber meine Familie hat den Brauch, schon am 05. abends auszupacken. Nach dem Auspacken macht meine Familie dann traditionell Pizzen mit eigenem Teig. Dieses Jahr haben wir leider den Abend im Krankenhaus verbringen müssen, da der Vater meiner Gastmutter überraschend krank geworden war. Das letzte Fest in der Reihe ist mein 16. Geburtstag, den wir morgen mit erneut selbstgemachten Pizzen und Sushi, zusammen mit dem Geburtstag des Vaters meiner Gastmutter feiern werden. An meinem Geburtstag selber gab es jedoch schon einen Schokokuchen und Geschenke von meiner Gastfamilie. Das Beste an all den Festen war, dass ich glücklicherweise kein Heimweh bekommen habe und so die Zeit mit meiner Gastfamilie genießen konnte.

Ich melde mich wieder, wenn ich Neuigkeiten habe. Bis dahin viele Grüße,

Lena

PS: Auch wenn man es sich kaum vorstellen kann, hat es anfang der Woche richtei doll geschneit. Unten findet ihr Bilder!

 

 

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Geburtstagsgeschenke aus Deutschland. Leider zwei Tage zu spät…

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Endlich 16!

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Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus…

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Das ist nur die Vorspeise

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Sogar der Hund ist in Weihnachtsstimmung

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Tipps und Infos

Hallo Welt,

ich weiß ich habe mich lange nicht gemeldet, aber jetzt gibts endlich neue Informationen über meinen Aufenthalt in Hoyo de Manzanares! Ich bin jetzt schon seit sieben Wochen hier und habe einiges zu berichten und auch einige Tipps für andere Austauschschüler. Das erste was ich sagen kann ist, dass sich jeder Schüler, der nach Spanien geht, darauf einstellen sollte, dass alle Schulbücher gekauft werden müssen. Insgesamt kommt man mit allen auf etwa 500€. Ich habe alle meine Fachlehrer nach den entsprechenden Büchern gefragt und hatte Glück, dass ich alle in der Schule ausleihen konnte. Die zweite Sache ist, dass es bei mir jedenfalls so war, dass ich mich anfangs in meinem Haus gelangweilt habe an den Nachmittagen, weil in Spanien immer relativ früh die Schule endet und man den ganzen Nachmittag zu Hause verbringt. Mir hat es geholfen, dass ich mich in einem Sportverein angemeldet habe und so wenigstens zwei Tage in der Woche eine Beschäftigung habe. Außerdem habe ich mich einer Gruppe aus meiner Klasse angeschlossen mit denen ich versuche so viel wie möglich zu unternehmen. Teilweise habe ich eigentlich keine Lust bestimmte Sachen mit ihnen zu unternehmen, aber ich rate allen es wie ich zu machen und einfach mitzukommen, denn am Ende stellt sich sogar ein Skype Anruf bei einer komplett fremden Person als super „divertido“ heraus und es bilden sich sogar noch neue Freundschaften. Es gibt natürlich aber auch die Unternehmungen mit Freunden, auf die man sich wochenlang freut, wie z.B. eine HALLOWEENPARTY. Gleich in der ersten Woche wurde ich zu einer Halloweenparty bei einem Klassenkameraden, und jetzt auch Kumpel von mir, eingeladen und wir hatten mega viel Spaß am Freitag! Unten füge ich noch einige Bilder von mir und meinen Freunden ein.

Mehr fällt mir für den Moment nicht ein, aber ich melde mich wieder, wenn es was zu berichten gibt. Muchos saludos

Lena

 

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Die erste Woche

Hallo Welt,

die erste Woche in Spanien ist rum. Letzten Sonntag war ich mit meiner Familie und meinen Freunden am Flughafen, heute sitze ich in meinem kleinen aber feinen Zimmer im kleinen aber feinen Haus meiner Gastfamilie. Am Flughafen in Madrid wurde ich von der Familie wirklich sehr nett empfangen und wir haben gleich am ersten Tag sehr viel unternommen. Meine Familie hat mir versichert, ich würde schon sehr gut spanisch sprechen, aber ich hatte das Gefühl überhaupt nichts zu können. Darum war der erste Schultag am Montag auch sehr deprimierend für mich. Ich habe die Lehrer nicht verstanden und mir Sorgen gemacht, ob ich es schaffe das Schuljahr zu bestehen. Ich habe jedoch mit jedem Tag dazugelernt und kann mich heute mit meiner Familie schon ziemlich gut unterhalten (für mein Gefühl ist das jedenfalls schon ziemlich gut). In der Schule ist es zwar immernoch schwer und ich vermisse meine Familie auch noch sehr, aber ich hoffe das gibt sich bald. Ich schreibe wieder, wenn es was neues zu berichten gibt.

Lena

 

 

 

 

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Familie und Freunde nehmen Abschied

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Letztes Bild aus Hamburg.

Gastfamilie

Hello world!